Anspo 2002. Die Messe für Wiederverkäufer von Angelgeräten
aus Sicht des Matchangler-Shops.

 

Auf unserem Besuch der Anspo in den Messehallen von Wiesbaden entdeckten wir so manches Highlight verschiedener Hersteller. Ignesti setzt bei seinen Topmodellen noch auf die Bull Nose Technik.Die Übergänge an den Steckverbindern sind besonders verstärkt, um den Abrieb deutlich zu reduzieren und gefährdete Bruchstellen zu verhindern. Nach Aussagen des Großhändler soll die Bull Nose Technik keine Spannungen im Material erzeugen, die durch Abrundung der Kanten entsteht.
 

 

  Witzig fanden wir eine Spielerei bei den den Spinnruten eines namhaften Herstellers, die wir an dieser Stelle nicht unerwähnt lassen möchten. Das Handteil für den Rollenhalter mit einer perlmutbeschichteten fischähnlichen Gestalt.
Ein Blickfang in jedem Fall.
  Balzer zeigte unter anderem ein Highlight aus dem Rollenprogramm. Eine sehr solide titanbeschichtete 9-Kugellager Rolle mit Bailfix System, das ein Umklappen des Bügels beim Wurf verhindert. Eine sehr fein einstellbare Bremse, Anti Twist System und eine Schnellklappkurbel aus Aluminium sind einige wenige Besonderheiten dieses Platinum-Modells von Balzer.
 

Die Fa. Grebenstein

zeigte die High End Modelle von Colmic von der K600 bis hin zur K1000 Serie im Kopfrutenbereich. Wirkliche Neuheiten oder deutsprachige Kataloge von Colmic haben wir nicht entdeckt. Vielleicht wollte man sich das für die Promofish in Italien aufheben.

  Bei den Wagglern gibt es von Colmic Modelle, wo ein Madenkorb aus Kunststoff unmittelbar am Waggler befestigt ist. Per Drehverschluss läst sich der Korb mit Maden füllen, die dann nach und nach aus dem Korb krabbeln und unmittelbar die Angelstelle dezent anfüttert. Diese Waggler gibt es mit 10 und 15 Gramm Wurfgewicht.

 

Shimano stellte im Kopfrutenbereich nur ein Modell vor. Die Competition 1300. Informationen zum Balancegewicht dieser Kopfrute und der verfügbaren Kits sowie der avisierten Preise konnten wir aus Zeitgründen nicht mehr in Erfahrung bringen.
Die Fa. Spro baute einige Kopfruten auf, zu den leider kein Katalogmaterial auslag und sich niemand konkret zu den Neuheiten auskannte. So bleibt an dieser Stelle für Fans von SPRO nur der Weg zum lokalen Fachhändler oder der gelegentliche Blick auf unsere Webseiten, wo wir Daten der Hersteller zügig aufarbeiten, sobald sie bei uns eingehen.
Klein und dennoch übersichtlich – der Stand von Triana. Alle High-End Kopfruten waren aufgebaut. So konnte man gut beurteilen, wie sich die einzelnen Modelle im Balancegewicht und Steifheit verhalten.
Auch die Potenza war aufgebaut, die jeder mal gern in die Hand nahm. Wegen der geringen Deckenhöhe in der Halle, hat es wohl trotz größter Sorgfalt niemand geschafft die Rute ohne Kratzer an der Hallendecke zurückzulegen. Trotzdem scheint die empfindliche Potenza den Messestreß überlebt zu haben. Doppel Lutscherposen unter dem Namen Chupa Chups sind für sehr schnell fliesende Gewässer entwickelt worden, wo diese Modelle sich durch einen besonders geringen Wasserwiderstand auszeichnen. Dadurch kann man mit geringeren Gewichten Fischen als mit herkömmlichen Posen. Im Gegensatz zu den klassischen Lutscherposen verhalten sich diese Modelle nahezu wie normale Posen mit unerwartet sensibler Bisserkennung. Dadurch können diese Posen auch stark verzögert gefischt werden, was bei Lutscherposen eigentlich nicht möglich ist.

 Von Tubertini gab es eine neue Sitzkiepe zu bestaunen, die uns durch sehr edles Design und den ins Sitzkissen eingearbeiteten Rutenansatzblock auffiel. Wirkliche Neuheiten von Tubertini waren die Kopfrutenmodelle der Serie XL 61 bis XL41. Im Gegensatz zu anderen Herstellern verzichtet Tubertini jetzt auf die Bull Nose an den Steckverbindern. Dadurch treten laut Tubertini keine Materialspannungen auf, die nach und nach zur Rissbildung an den Steckteilen führt.
Deutlich ist an dem Top-Modell XL61 zu sehen, dass die Bull Nose verschwunden ist. Im Gegensatz zu den Vorserienmodellen XL 40 und XL 50 sind die High-End Kopfruten jetzt im Gewicht um 30 bis 40 Gramm schwerer. Dies kommt der Robustheit und Stabilität dieser Serie zu gute. Die Kits der Vorserien passen nicht auf die neuen Serien XL61 bis XL41. Die sollte bei Neuanschaffungen berücksichtigt werden. Das Balancegewicht liegt bei 13m bei den Modellen XL41 bis XL61 bei 3300 bis 3100 Gramm. Das ist erstklassig. Auch die Abweichung zur Ideallinie bei 13m von nur 31cm ist bei den Modellen XL41 bis XL61 Weltspitze. Damit hat Tubertini preiswertere Modelle, die sich mit der K1000 von Colmic und der Potenza von Triana messen kann. Einen Endkundenkatalog von Tubertini gibt es leider noch nicht.

 

Milo zeigte bei den Sitzkiepen sein Ferrari-Modell M600 Alles dran was der moderne Matchangler begehrt. Sehr robust und solide aufgebaut. Wir fanden keine Kompromisse in der Funktionalität. Von der Rutenauflage bis zum Trolleykit ist alles sauber verarbeitet. Das Modell lässt sich zusätzlich noch mit verschiedenen Schubladenkombinationen nachrüsten. Auch das Katalogmaterial von Milo stand nicht zur Verfügung. Beeindruckt waren wir vom neuen Madenkleber Magics von Mosella. Der klebt die Maden mit Kies so gut zusammen, das es schwer fehlt, etwas mit den Fingern anschließend heraus zu brechen. Darüber hinaus klebt die fertige Futterkugel nicht an den Fingern. So hat man die Gewissheit, dass zu einem der Futterballen sich wirklich erst am Grund löst und zum anderen zerkratzt man mit den Kiesresten an den Fingern nicht die kostbare Rute

 Ein weiteres Highlight von Mosella präsentierte uns netterweise Michael Schlögl:

Einen Waggler, dessen Tarierung sich durch eine Stellschraube schnell und einfach verändern lässt. Im Inneren des Wagglers wird die Luft dabei komprimiert, was zu einem absinken es Wagglers führt und umgekehrt kann bei hohem Wellengang sich die Sicht verbessern, wenn man die Schraube aus dem Waggler ein wenig heraus dreht, da dadurch der Auftrieb des Wagglers steigt. Die Schraube ist mit einem Dichtring versehen, so dass während des Fischens die komprimierte Luft nicht entweichen kann. So ein Schmuckstück sollte man unbedingt mal testen und sich zu legen.

 


Aus unserer Sicht wahren das die Highlights dieser doch erstaunlich gut besuchten Messe. Die Messe war nur für Fachhändler bestimmt, dadurch hatten wir die Möglichkeit, die Neuigkeiten aus erster Hand zu erfahren. Wir persönlich vermissten auf dieser Messe Trabucco, Faps und Rive. Offenbar gab es nichts Neues aus diesem Hause oder man wartete die promofish in Italien ab.

Noch mehr Neuigkeiten gibt es in der nächsten Ausgabe der Zeitschrift "Matchangler" und im "Carpmirror". Auf 4-5 Seiten werden Sie dort noch mehr Neuigkeiten erfahren, die wir auf der Messe bestimmt übersehen haben. (mf)

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